IHK-Prüfung Bilanzbuchhaltung International

Zum 01.01.2016 ist die neue Prüfungsordnung für Bilanzbuchhalter (BibuchhFPrV) in Kraft getreten. Diese regelt die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Bilanzbuchhalter oder Geprüfte Bilanzbuchhalterin und die Prüfung in der Zusatzqualifikation Bilanzbuchhaltung International.

Die Prüfung zum „Bilanzbuchhalter/-in International (IHK)“ war bisher nicht bundeseinheitlich geregelt. Einige IHKs in Deutschland haben aufgrund eigener Prüfungsordnungen – zum Teil inhaltlich unterschiedliche – Prüfungen angeboten. Durch die neue BibuchhFPrV wurde dieser internationale Teil durch die bundeseinheitliche Prüfung „Bilanzbuchhaltung International“ als Zusatzqualifikation ersetzt.

Die Zusatzqualifikation „Bilanzbuchhaltung International“ wird zweimal jährlich (im Frühjahr und Herbst) als öffentlich-rechtliche Prüfung auf der Grundlage der Beschreibung einer betrieblichen Situation durchgeführt. Sie besteht als zweitägige schriftliche Prüfung aus zwei unter Aufsicht zu bearbeitenden Aufgabenstellungen. Die Bearbeitungszeit beträgt für jede Aufgabenstellung/Prüfungstag 240 Minuten.
Eine mündliche Prüfung findet nicht statt.

Prüfungsgegenstand sind gemäß § 13 BibuchhFPrV :
• Erstellung von Einzelabschlüssen nach IFRS mit allen Abschlussbestandteilen,
• Konzernrechnungslegung nach IFRS,
• Analyse von internationalen Abschlüssen,
• internationales Steuerrecht,
• internationale Finanzierung und internationaler Zahlungsverkehr.

Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung ist nach § 13 BibuchhFPrV, dass der Antragsteller oder die Antragstellerin bereits

  1. die Prüfung zum Bilanzbuchhalter oder zur Bilanzbuchhalterin auf Grund einer Regelung einer zuständigen Stelle erfolgreich abgelegt hat,
  2. den anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Bilanzbuchhalter oder Geprüfte Bilanzbuchhalterin oder einen gleichwertigen Abschluss erworben hat oder
  3. einen wirtschaftswissenschaftlichen Abschluss an einer Hochschule erworben hat.

Link auf die DIHK-Bildungs-GmbH